Desensibilisierung

Ziel der spezifischen Immuntherapie (Desensibilisierung) ist die Toleranzentwicklung gegenüber dem auslösenden Allergen.

Hierbei werden dem Allergiker in regelmäßigen Abständen kleine Mengen des Allergens zugeführt, so dass im Laufe der Therapie eine allmähliche Gewöhnung (Toleranzentwicklung) eintritt.

Was hierbei im Einzelnen immunologisch beim Patienten abläuft, konnte bis jetzt wissenschaftlich nicht hinreichend geklärt werden.

Aufgrund der hohen Erfolgsquote (80 %) für die Pollen– und Insektengiftallergie (Biene/Wespe) ist die Desensibilisierung zurzeit die einzige erfolgversprechende kausale Therapieform für Patienten mit allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) oder allergischem Asthma.

Als verwendete Substanzen zur Therapie kommen heutzutage immer mehr sublinguale wässrige Lösungen zum Einsatz. Diese werden täglich unter die Zunge gegeben, woraufhin sich allmählich, wie oben erwähnt, eine Toleranz entwickelt.

Besondere Bedeutung erlangt die spezifische Immuntherapie zur Vermeidung eines Etagenwechsels bei der allergischen Rhinitis, dies bedeutet einem drohenden Asthma vorzubeugen!

Dr. med. Jörk Stemmann
Allergologe - Pneumologe